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Erwischt! Was tun, wenn eure Kinder die intime Party stürmen?

Aktualisiert: 29. Jan. 2023

Ihr habt es euch richtig gemütlich gemacht und genießt den (kurzen) Moment der Zweisamkeit. Während ihr euch endlich Zeit für Liebeleien nehmt, spielen oder schlafen eure Kinder – der perfekte Moment, um endlich wieder Sex zu haben! Theoretisch. Die Tür geht auf und euer Kind (wahlweise alle im Haushalt lebenden) stehen in der Schlafzimmertür. Schock. Statt vor Scham in der Matratze zu versinken und eure Libido gleich dauerhaft mitzunehmen, könnt ihr das machen:


1. Locker bleiben, wenn ihr beim Sex erwischt werdet


Euch ist die Situation wesentlich peinlicher als eurem Kind. Während ihr euch Gedanken macht, ob euer Nachwuchs Schaden genommen hat, sehen Kinder das nicht so eng. Je weniger schockiert ihr reagiert, desto normaler findet euer Kind das Thema Elternsex. Erziehungsexpertin und Bestseller-Autorin Nicola Schmidt weiß, dass Kinder bis drei Jahren gar nicht auf die Situation reagieren, weil sie noch keine Sensoren dafür haben.




2. Kinder fragen, was sie brauchen / möchten


Reagiert entspannt und fragt euer Kind: “Was brauchst du?” oder “Was möchtest du?”. Kommt die Gegenfrage, was ihr da macht, antwortet, dass ihr miteinander spielt / kuschelt / euch lieb habt wie Erwachsene. Das reicht völlig aus. Lenkt die Aufmerksamkeit auf das Bedürfnis eures Kindes und fokussiert die Situation nicht. Ist das Kind älter, müsst ihr den Fauxpas anders lösen.


3. Liebemachen und Sex kindgerecht erklären


Beim Elternsex erwischt zu werden ist KEIN guter Zeitpunkt für die erste Aufklärungsstunde! Gebt eurem Kind nur so viele Informationen, wie es in dem Moment braucht und seinem Altern entspricht. Bohrt der Nachwuchs nach, könnt ihr sagen, dass ihr ein Erwachsenenspiel spielt oder es sich um ein besonderes Kuscheln gehandelt hat, was nur Erwachsene miteinander machen. Gebt ihr eurem Kind zu viele Informationen, werden sie nicht verarbeitet und es fragt zum richtigen Zeitpunkt ohnehin nach. Größeren Kindern könnt ihr mehr Informationen geben.




4. Abgrenzen und sagen, wenn ihr eine Pause macht


Zeit zu Zweit und besonders Zeit für Sex ist wichtig für eure Eltern-Beziehung. Gebt euch dafür den nötigen Raum: ab 20 Uhr abends, zur Mittagszeit an freien Tagen, die ersten Morgenstunden oder wann immer ihr mögt. In diesen Zeiten grenzt ihr euch bewusst ab (Abgrenzen heißt nicht, dass ihr eure Kinder ausgrenzt!) Kommuniziert vor euren Kindern, dass ihr alleine eine Pause macht und dann wieder für sie da seid. Kinder verstehen sehr gut, dass ihre Eltern Zeit für sich haben möchten und akzeptieren das in der Regel auch. (Wenn sie selbst eine Schlaf- oder Spielpause machen können).


5. Ein Türschild “Bitte nicht stören” für Schulkinder anbringen


Ein “Bitte nicht stören” Schild an eurer Tür signalisiert Schulkindern, dass ihr eure Ruhe möchtet. Wenn sie etwas möchten, was nicht warten kann, sollten sie anklopfen. Legt fest, wann sie stören dürfen und was bis nach der Pause warten kann. Damit ihr euch entspannen könnt, braucht ihr Ruhe. Nicola Schmidt empfiehlt bei richtig großen Schulkindern Klartext zu reden und ihnen zu sagen, dass ihr jetzt Mittagsschlaf macht und ihr vielleicht auch Sex habt. Wenn sie etwas möchten, sollten sie anklopfen.


6. Die Schlafzimmertür abschließen, um nicht beim Sex überrascht zu werden


Die einfachste Methode ist: Schließt eure Schlafzimmertür ab! Da geht ihr auf Nummer sicher, dass kein ungebetener kleiner Gast herein platzt. Wenn euer Kind etwas möchte, könnt ihr jederzeit aufschließen. Bis dahin genießt ihr intime Zweisamkeit und lasst euch fallen. Sex unter Stress und Zeitdruck ist nicht gut.



Solche Situationen kommen dir bekannt vor und du weißt nicht, wie du damit umgehen sollst? Dann schreib mir und ich zeige dir, wie Sex in deiner Elternbeziehung ein luftig-leichtes Thema wird.

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