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Diese 6 Dinge könnt ihr tun, wenn ihr unterschiedlich viel Sex wollt

Aktualisiert: 29. Jan. 2023

Kennst du das Sprichwort „Eine*r liebt immer mehr”? Ob das wahr ist, sei dahingestellt. Was hingegen stimmt ist die Tatsache, dass immer ein*r mehr Lust auf Sex hat als der andere. Unterschiedliches sexuelles Verlangen in der Beziehung ist kein Problem, wenn das sexuelle Ungleichgewicht eure Partnerschaft nicht belastet.


Mit diesen 6 Tipps, bringt ihr Harmonie in ungleiches sexuelles Verlangen:


1. Die Frage nach dem „Warum”


Sexuelle Lust ist eine fragile Angelegenheit und hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel sinkt das Bedürfnis nach Sex im Alter. Männer haben ihre Hochphase in jungen Jahren bis 40 und Frauen bekommen erst ab 30 die volle Kraft ihrer Libido zu spüren. Aber auch die Hormone, genauer die Produktion von Testosteron, spielen eine Rolle. Die Lustkiller schlechthin sind Streit, Stress und mentale Überladung, wenn ein*e Partner*in sich allein für alles verantwortlich fühlt (Haus, Kinder, Jobs, Freizeit, Beziehung). Die Zeit nach der Geburt und die Wechseljahre sind ebenfalls Lebensphasen, in denen die Libido eine Pause macht. Klärt als Elternpaar zuerst, warum eine*r von euch wenig Verlangen hat – ohne Schuldzuweisungen! Ihr braucht Hilfe? Ich begleite euch.


2. Die besten Zeiten für Sex als Eltern finden


Zugegeben: Für Eltern gibt es wenig Zeit für intime Zweisamkeit und jetzt sollt ihr auch noch die „beste” finden? Ja – zum Beispiel am Morgen. Besonders Männer lieben Morgensex, denn zu dieser Tageszeit ist ihr Testosteronspiegel am höchsten. Der sinkt im Laufe des Tages. Während die Frau total schlaftrunken ist, hat der Mann Lust. Perfekt. Die Frage nach der Machbarkeit erübrigt sich, wenn ihr an eure Kindheit denkt. Was glaubt ihr, warum wir alle Sonntagmorgen allein Zeichentrickfilme gucken durften? Genau! … Habt ihr am Abend mehr Zeit und Gelegenheit, nutzt sie. Das Gleiche gilt, wenn das Baby Mittagsschlaf macht. Sex und die Lust aufeinander ist (wieder) erlernbar, wenn ihr „es” nur regelmäßig macht.




3. Regelmäßig Sex haben, denn Appetit kommt beim Essen


Liebemachen nach Termin klingt nicht lustvoll? Ganz im Gegenteil, wenn ihr regelmäßig intime Momente teilt, merkt sich euer Körper das und reagiert mit Erregung. Nehmt dafür Zeiten, in denen nicht ein Part normalerweise einen hohen Sexdrive hat und der andere nicht. Wechselt euch ab: Bei jedem Sexdate entscheidet eine*r von euch, was ihr macht (natürlich immer mit Einverständnis des / der anderen). So liebt ihr euch nicht nur regelmäßig, sondern lernt auch die sexuellen Bedürfnisse des / der anderen besser kennen. Die verändern sich im Laufe des Lebens und der Partnerschaft.


4. Sex ist mehr als Penetration


Wenn ich schreibe, dass ihr euch Zeit für Sex nehmen sollt, besonders, wenn ihr ein ungleiches sexuelles Verlangen habt, meine ich damit kein schnödes Rein-Raus. Sex ist mehr als Penetration! Nutzt die sinnliche Zeit als Elternpaar für ALLE Arten von Sexualität und Liebe, die euch gefallen oder die ihr ausprobieren wollt: sinnliche oder erotische Massagen, Oralsex, Tantra oder einfach Kuscheln und Knutschen. Wichtig ist Körperkontakt, mit allen Sinnen, präsent und mit Hingabe. Nehmt euch mindestens zwei ungestörte (!) Stunden Zeit füreinander und erkundet, worauf ihr als Paar Lust habt.


5. Berührungen im Alltag machen Lust auf mehr


Ein Küsschen zum Abschied reicht nicht aus, um die Lust aufeinander zu entfachen. Zelebriert die raren Momente des Alltags, in denen ihr euch nah seid. Küsse dürfen lang und ausgiebig sein, gerne mit viel Körperkontakt! Streichelt euch beim gemeinsamen Kochen oder Tischdecken, geht zusammen duschen oder baden und nehmt euch in den Arm, wenn ihr euch begegnet. Berührungen schaffen Intimität und Vertrauen und fluten eure Körper mit dem Bindungs- und Kuschelhormon Oxytocin. Das sorgt für Wohlbefinden, was die Lust aufeinander ankurbelt. Lebt und liebt miteinander statt nebeneinander.


Ihr braucht Unterstützung und wisst nicht, wie ihr anfangen sollt? Schreibt mir und ich helfe euch dabei, euren Familienalltag mit Sinnlichkeit zu füllen.



6. Jede*r ist für die eigene Lust selbst verantwortlich


Unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse implizieren nicht, dass sie auch befriedigt werden müssen. Jede*r von euch ist für den eigenen Sexdrive selbst verantwortlich. Eure Liebesmenschen sind NICHT dafür zuständig, dass ihr wunschlos glücklich seid (weder im Bett noch im Alltag). Das ist eure individuelle Aufgabe, bei der ihr einander begleiten dürft. Heißt: Statt euch unter Druck zu setzen, masturbiert zum Beispiel einfach. Bei der Selbstbefriedigung könnt ihr zum einen Fantasien ausleben, auf die euer Lieblingsmensch keine Lust hat, zum anderen baut ihr Spannungen und Druck ab. Das macht euch entspannter und weniger „gierig”.


Nein, Selbstbefriedigung ist kein Ersatz für Paarsex! Es ist weder ein Fremdgehen, noch ein Indikator dafür, dass der / die andere nicht ausreicht. Solosex ist Eigenverantwortung und der Genuss der eigenen Sexualität.


Wollt ihr wissen, wie ihr mehr Zweisamkeit in euren Familienalltag bekommt? Lest hier!

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